Lili Jo

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Alles hört auf mein Kommando! Oder so...

01.04.2006

Alles hört auf mein Kommando! So oder so ähnlich stellte sich Lili letzte Woche den Lauf der Dinge vor. Dumm nur, dass das nicht so recht funktionieren wollte... Selbst dann nicht, wenn man aus vollem Hals schreit und alle Tränen gleichzeitig vergießt. Da haben Papa und Mama ungerührt ihr Erziehungskonzept durchgezogen. Lili wird wieder zum Schlafen gepuckt und jeden Tag ausgedehnte Zeiten ins Tragetuch gesteckt. Und siehe da, nach einigen Tagen hat es bereits gewirkt und Lili ist wieder ausgelassen fröhlich. Auch auf dem Wickeltisch wird auch nur noch geweint, wenn der Sandmann schon kräftig gewirkt hat. Ansonsten ist das genau die Zeit, in der sie übermütig vor Vergnügen quietscht.

Mittlerweile drücken die unteren Schneidezähne mächtig gegen die 'Felge'. Man kann schon die beiden Erhebungen ertasten, wenn sie nach den Fingern greift und sie sich, wie alles in Greifnähe, in den Mund schiebt (und triefnass wieder rauszieht). Es gibt derzeit nichts, was vor ihrem Ankabbern sicher wäre. Außer Essen. Essen will Lili immer noch nicht. Diese Woche wurde wieder ein Versuch mit Möhre und zwei Tage später mit geriebenem Apfel gestartet. Man sollte nicht glauben, wohin und in welcher Überschallgeschwindigkeit der Brei auf Armeslänge verteilt werden kann! Dabei hatte sie vorher am Apfel mit Begeisterung genuckelt. Aber in Breiform bleibt das obligatorische Schütteln und der angeekelte Blick (Bä!)... Aber wir geben nicht auf.

Was ist sonst neu?

Lili hat vorletzte Woche Dienstag ihre (vorerst?) letzte Nacht in der Spreizschiene geschlafen. 10 Wochen sind jetzt vorbei und der Arzt will in 2 Wochen sehen, wie sich die Hüfte ohne Spreize entwickelt. Beim Ultraschall waren wir auch, des Spuckens wegen, das ohne Arsenicum immer noch da ist. Aber der Magenpförtner sieht prima aus und wir müssen uns keine Gedanken machen. Sie ist eben ein echtes Spei-und-Gedeihkind. Übrigens hat sie ganz gut zugenommen, seit sie mit Ziegenmilchkost beigefüttert wird. Jetzt kann niemand mehr schimpfen, dass sie spinnedünn ist!

Beim Babyschwimmen schenkt sie ihre Aufmerksamkeit eher ihren Füßen denn dem vorgesehenen Programm. Immerhin ist sie jetzt in der Lage, sich die dicken Zehen alleine in den Mund zu schieben (am liebsten beide gleichzeitig). Also zieht die Mama ein zusammengeknäultes Etwas durch das Wasser, das sich von seiner Beschäftigung durch nichts stören lässt.

Die weiteren Neuerungen sind subjektiv betrachtet eher von kleiner Natur, so heimlich, still und leise haben sie sich entwickelt. So kann sie jetzt ohne hinzusehen zielgerichtet nach einem Gegenstand greifen, was Spielzeug genauso einschließt wie Tisch-Sets... Beim Trinken umfasst sie immer die Flasche, am liebsten am Nuckel, damit man mit spitzen Lippen am äußersten Zipfel des Silikons nippen kann. Außerdem hat sie Gesichter und Haare entdeckt. Und mit Ohrringen behängte Ohren. Ihr wie üblich beherzter Griff lässt dann schon mal Tränen in die Augen sprießen. Heieiei. Sitzen und stehen Wollen ist im Moment nicht mehr so interessant. Seitliches Kugeln funktioniert nackt immer noch am besten, was neben der Pekip-Runde reichlich auf dem Wickeltisch praktiziert wird. Leider ist er zu schmal zum vollständigen Wenden auf den Bauch. Das gibt's allein gemacht nur montags. Achja, auf ihren Namen reagiert sie jetzt immer. Und wenn man fragt, wo der Papa ist, dann sieht sie in die entsprechende Richtung, wo er sitzt. Und die Ärmchen beginnen sich einem auch langsam entgegenzustrecken, wenn sie auf den Arm möchte. Zur Unterstützung ihrer Absicht schenkt sie einem dann auch ihr breitestes Grinsen und den charmantesten Blick. Wer kann dazu schon nein sagen?





Lili reitet westwärts...

Ein Osterhäschen!

14.04.2006
Pünktlich zum fünfmonatigen Geburtstag und zu Ostern haben wir ein kleines Osterhäschen! Die unteren beiden Zähnchen sind endlich durchgebrochen! Jetzt schimmern zwei helle Punkte im Kiefer und beim obligatorischen Beissen auf die ergatterten Finger kann man auch schon die Eckchen ertasten.

Noch ein Eckdatum ist erreicht: Genau seit gestern vor einem Jahr wissen wir von Lilis Existenz. Und weil wir dem einen Schwangerschaftstest nicht glauben wollten, haben wir glatt zwei Test gebraucht, um uns ganz sicher zu werden. Und morgen vor einem Jahr haben wir dann endlich das erste Bildchen von Lili in der Hand halten können. War das eine Überraschung zu sehen, wie GROSS sie schon war! 11 Wochen hatte sie heimlich in ihrer Höhle gefristet, bis sie endlich entdeckt wurde... Auch wenn man es kaum glauben kann: es gab viele Anzeichen, aber keiner wusste sie richtig zu deuten, da niemand wirklich mit ihr gerechnet hatte. Dafür war die Freude um so größer!

Lili hat letzte Woche bereits ihren ersten Ausflug in den Bärlauch gemeistert. Huckepack auf Papas Rücken hat sie tapfer über eine Stunde nur mit Mustern und Entdecken verbracht, bis ihr dann doch zu langweilig war. Immerhin hatte die Zeit gereicht, um die erforderliche Pesto-Menge für das elterliche Abendbrot (selbstverständlich mit ebenfalls selbst hergestellten Nudeln!) zu sammeln.

Jetzt gerade ist sie mit Mama und Papa bei der 'Nordhäuser Sippe' und verbringt dort entspannte Ostertage und den Geburtstag ihrer Omi Annigert. Die Fahrt hat mit über 7 Stunden ganz schön die kindliche Geduld strapaziert, aber mit drei Boxenstopps auf dem Beifahrersitz und anschließendem Rumalbern zur Entspannung hat sie brav durchgehalten. Und zeigte den Großeltern sogar nach der Ankunft noch ihr Schokoladenlachen! Wer will da noch meckern!


Bananenblues

15.04.2006
Osterhasen sind Löffler. Und weil dem so ist, hat Lili pünktlich zu den beiden Zähnchen und Ostern mit Bananenbrei das Löffeln angefangen. Es ist zwar noch der ein oder andere Schüttelanfall dabei und sicherlich trifft mehr Löffelei das Lätzchen als den Magen, aber immerhin: Das Mäulchen geht fleißig auf, wenn Löffel sich ihm nähern. Selbst dann, wenn es sich um kuchenbehäufte Gabeln auf dem Weg in Opas Mund handelt...



Lili und Uromi Traudel